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Unsere Leitlinien...

Marie Juchacz (1879-1956)
Sozialreformerin
Frauenrechtlerin
Gründerin der AWO
Mehr zu Marie Juchacz...

Unsere aktuellen Projekte – möglich gemacht durch Fördermittel

Wir als Wohlfahrtsverband leisten einen zentralen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum sozialen Zusammenhalt. Doch oft fehlt es an finanziellen Mitteln, um notwendige Investitionen durchzuführen oder zentrale Aufgaben abzubilden. Um mehr Planungssicherheit zu erhalten, sind wir, genau wie andere Verbände und Organisationen in Niedersachsen unter anderem auf die Mittel aus dem „Niedersächsischen Wohlfahrtsfördergesetz“ – die sogenannten Lottomittel – angewiesen. Zusätzlich bewerben wir uns um diverse Förderungen aus unterschiedlichen Programmen und weitere Drittmittel, um unseren Verband zukunftssicher zu gestalten. Maßgeblich durchgeführt und begleitet werden diese Bewerbungsprozesse von unserem Team Fördermittelmanagement.

Ein Überblick über unsere aktuellen Projekte und Fördermittelgeber*innen.

Unsere aktuellen Projekte

Bröckel, Marklohe, Vahrenwald: Förderungen der Deutschen Fernsehlotterie für unsere Pflegeneubauten

Im Februar 2020 hat sich unser Team Fördermittelmanagement um einen Zuschuss für den Neubau des AWO Pflege- und Gesundheitszentrums in Bröckel beworben. Hierbei ging es um eine Fördersumme von 300.000 Euro durch die Deutsche Fernsehlotterie. Der Grund für die Beantragung dieses Zuschusses waren gestiegene Baukosten für den Bereich der stationären Pflege. Bereits im Juni 2020 wurde der Förderantrag vom Vorstand der Stiftung Deutsches Hilfswerk genehmigt. Auch für die Erweiterung unseres Pflegeangebotes in Marklohe durch den Neubau eines zweiten Pflegezentrums hat das Fördermittelmanagement einen Antrag auf Zuschuss bei der Deutschen Fernsehlotterie gestellt. Im Juni 2020 wurden auch für das Pflegezentrum Am Bremer Berg 300.000 Euro bewilligt. Zusätzlich wurde die AWO Quartiersentwicklung mit Sitz in Hannover-Vahrenwald von 2018 bis 2020 durch Mittel der Deutschen Fernsehlotterie gefördert.



Leinen los! Kinder der AWO LangeoogKlinik freuen sich über Playmobil-Aktivschiff

Die AWO LangeoogKlinik hat seit März 2024 ein ganz besonderes Spielgerät: Auf dem Spielplatz vor der Mutter-Vater-Kind-Klinik liegt ein zwölf Meter langes Piratenschiff mit Rutsche vor Anker. Das freut besonders die kleinen Gäste der Vorsorgeeinrichtung. 

„Das tolle Aktivschiff der Stiftung Kinderförderung von Playmobil wird rege und mit viel Leidenschaft von den Kindern bespielt“, erklärt Lars Vogel, Einrichtungsleiter der AWO LangeoogKlinik. „Seit Anlieferung und Aufbau im Februar 2024 ist das Schiff auf der Insel in aller Munde und mittlerweile zu einem Markenzeichen unserer Einrichtung geworden.“ Das Besondere an dem Spielschiff: Es fördert die motorische Entwicklung von Kindern. 
„Dieses einzigartige Spielgerät ist eine Attraktion für die Kinder unserer Mutter-Vater-Kind-Klinik geworden und macht die Vorsorgeeinrichtung auf der Insel zu etwas Besonderem“, betont Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands AWO BVH. „Wir sind nach wie vor alle begeistert vom Piratenschiff und möchten uns bei der Stiftung Kinderförderung von Playmobil für diese tolle Spende bedanken.“ 

„Mit dem Aktivschiff möchten wir den Kindern eine spannende Spielmöglichkeit mit hohem Aufforderungscharakter bieten, die in der heute so digitalen Welt neben Computer und Fernsehen ganz im Sinne von Stifter Horst Brandstätter einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Bewegung und Aktivität von Kindern und Jugendlichen darstellt“, so Florian Löffler, Vorstand der Stiftung Kinderförderung von Playmobil, bei der Eröffnungsfeier im März 2024. 

Das mehr als zwölf Meter lange, zwei Meter fünfzig breite und über sechs Meter hohe Spielgerät wurde speziell für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter konzipiert und gebaut. Ende Februar 2024 wurde das Aktivschiff im Hafen von Bensersiel mit einem Schwerlastkran auf ein Frachtschiff verladen und im Anschluss auf die autofreie Insel Langeoog transportiert. Den perfekten Ankerplatz hat das dreieinhalb Tonnen schwere Aktivschiff aus Robinien- und Lärchenholz mitsamt seinem Rumpf aus glasfaserverstärktem Kunststoff jetzt seit über zwei Jahren: Vor dem Haus Westwind der AWO LangeoogKlinik. 

Über die Stiftung Kinderförderung von Playmobil
Die Stiftung Kinderförderung von Playmobil wurde 1995 von Horst Brandstätter (1933-2015) gegründet. Er war Inhaber der Horst Brandstätter Group, zu der auch die Marke PLAYMOBIL gehört. Ziel der gemeinnützigen Stiftungsarbeit ist es, Kindern und Jugendlichen eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu ermöglichen. Schwerpunkt der Arbeit sind dabei die Felder Bildung, Aktivität, Kreativität und Kultur.




Noch mehr Entspannung in Altenau und auf Langeoog: Besondere Massageliegen für die Eltern-Kind-Kliniken der AWO

Mehrere Massageliegen mit Wasserstrahldüsen konnten durch Mittel der Glücksspirale jeweils für die AWO Mutter-Vater-Kind- und Mutter- Kind-Kliniken auf Langeoog und in Altenau angeschafft werden. Die Liegen bestehen aus einer Kautschukmatte und ermöglichen mittels Wasserstrahldüsen eine punktgenaue Massage. Dabei sorgen sie unter anderem für die Anregung der Durchblutung, eine Lockerung der Muskulatur und dafür, dass Verspannungen gelöst werden. Die Massageliegen befinden sich in den Vorsorgeeinrichtungen in speziell eingerichteten Ruheräumen – den sogenannten „Therapieräumen der Sinne“. Hier können sich die Patient*innen nicht nur mit Hilfe der Liegen entspannen, sondern auch durch die beruhigende Raumgestaltung und auditive Angebote.



Soziale Investition in Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Sanierung des Therapiebads der AWO LangeoogKlinik mithilfe moderner Crowd-Darlehen

Mit Unterstützung des Unternehmens Xavin konnte 2023 eine Crowdfunding-Kampagne zugunsten der Sanierung des Therapiebads der Eltern-Kind-Kurklinik auf der ostfriesischen Nordseeinsel Langeoog realisiert werden. Für den Verband ein großer Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit, da das Bad nun energieschonender und klimafreundlicher betrieben werden kann. Zusätzlich konnten ideale Voraussetzungen für die Therapien und Behandlungen der jährlich bis zu 1.200 Erwachsenen und 1.700 Kinder, die an einer Kur der LangeoogKlinik teilnehmen, geschaffen werden. Denn die Sanierungsmaßnahmen im Therapiebad wirken nicht nur den Effekten des Klimawandels entgegen, sie ermöglichen den Patient*innen ganzjährig ein wohltemperiertes Raumklima im Schwimmbad.

Bestandteile der Sanierung
Die Fensterfront des Schwimmbads, mit einer Verglasung aus dem Jahr 1993, war veraltet und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. So wurden Fenster mit reflektierender Verglasung und Beschattungselemente verbaut, Außenfassade und Dach gedämmt und eine Lüftungsanlage eingebaut. Diese ermöglicht den Aufenthalt im Schwimmbad auch an heißen Sommertagen. Insgesamt wurden durch das Crowd-Darlehen 150.000 Euro eingesammelt. Die übrigen Kosten der Sanierung in Höhe von 500.000 Euro wurden durch das Programm „Klimaanpassung für soziale Einrichtungen“ vom Bundesumweltministerium gefördert sowie mit Eigenmitteln dargestellt.





Die AWO Quartiersentwicklung: Präsent im Schleswiger Viertel

Auf Initiative des AWO BVH entstand im Herbst 2018 im Quartier rund um das AWO Pflege- und
Gesundheitszentrum Lotte Lemke-Haus in Hannover Vahrenwald die AWO Quartiersentwicklung. Ein noch lebensfreundlicheres, bunteres, lebendigeres und spannenderes Vahrenwald! Das war das Ziel der Quartiersentwickler*innen. Wie das aussehen sollte? Das gaben die Menschen vor, die ihr Viertel und dessen Potentiale am besten kennen. 2019 wurden die Bewohner*innen des Schleswiger Viertels nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt. Die geäußerten Anliegen und Impulse dienten als Blaupause für die Aktionen und Projekte, die im Rahmen der Quartiersentwicklung umgesetzt
wurden.

„Wir wollen, dass die Menschen hier im Viertel so lange wie möglich zufrieden in den eigenen vier Wänden leben“, sagte Quartiersentwicklerin Konstanze Löffler bei der Eröffnungsfeier des Lotte Lemke-Hauses im Oktober 2021. „Wir schaffen Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil. Damit entstehen gemeinsame Erlebnisse und wir überwinden Schritt für Schritt die Anonymität im Stadtteil.“

Der Fokus der ersten vier Jahre der Quartiersentwicklung lag auf der altersgerechten Entwicklung, also auf den Bedürfnissen älterer Menschen im Viertel. Für sie entstanden Angebote wie das Erlebniscafé und „Frühsport mit Yoga“. 2020 erhielt das Quartiersprojekt den Niedersächsischen Gesundheitspreis für eine während der Corona-Pandemie entwickelte Aktion - die „Kulturspritzen gegen Coronablues“.
Die Projekte und Aktivitäten fanden vorrangig im Lotte Lemke-Haus und im angrenzenden Café Lottes statt. Ab Januar 2022 erweiterte sich die Quartiersarbeit auf alle Bewohner*innen des Schleswiger Viertels. Zusätzlich konnte eine neue Personalstelle geschaffen und ein eigenes Quartiersbüro im Lotte Lemke-Haus eröffnet werden. Das neue Projekt „Gemeinsam aktiv – für mehr Teilhabe und Gesundheit im Quartier“ hatte das Ziel, Gesundheit und Chancengleichheit durch Teilhabe zu fördern. Das Motto lautete: „Jede*r kann was! Was kannst Du? - Gemeinsam das Viertel gestalten.“ Über Nachbarschaftscafés und Mitmach-Aktionen wurden die Bewohner*innen aktiv angesprochen. Gemeinsame Feste und Workshops mit verschiedenen Akteur*innen förderten die Gemeinschaft.

Die Quartiersarbeit pflegte enge Kontakte zu lokalen Einrichtungen und organisierte Veranstaltungen wie das „Kleine Fest in Lottes Garten“ oder beteiligte sich an der Aktion „Hannover putzmunter“. Viele Gruppen und Netzwerke bleiben über den Projektzeitraum hinaus aktiv. Von 2018 bis 2022 wurde die Quartiersentwicklung durch die Deutsche Fernsehlotterie gefördert. Ab 2022 bis Projektende im Dezember 2024 dann durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.