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Unsere Leitlinien...

Marie Juchacz (1879-1956)
Sozialreformerin
Frauenrechtlerin
Gründerin der AWO
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AWO fordert zum Tag der Arbeit am 1. Mai: Politik für Arbeitnehmer und Schluss mit radikalen Kürzungen auf Kosten von Familien

Hannover. Traditionell werden am 1. Mai wieder tausende von Menschen auf die Straße gehen und für faire Arbeitsbedingungen kämpfen.

 

„In Berlin wird die Abschaffung des 1. Mai diskutiert und gleichzeitig der Sozialstaat immer weiter angegriffen. Überzogene Leistungskürzungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen sowie radikale Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung sind unfaire und ungeeignete Sparansätze, die vor allem diejenigen belasten, die trotz harter Arbeit am Monatsende den Gürtel enger schnallen müssen“, mahnt Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands AWO Bezirksverband Hannover e.V., „wir brauchen dringend eine Politik, die die Bedürfnisse und Herausforderungen von Arbeitnehmern in den Blick nimmt. Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, tragen mit ihrer Leistung dazu bei, dass unsere Infrastruktur funktioniert. Stattdessen sorgen die aktuellen Reformvorschläge für steigenden Druck auf Arbeitnehmer, Familien und Menschen, die auf unser soziales Netz angewiesen sind. Sie befeuern perfide Angriffe auf den Zusammenhalt in der Gesellschaft und sorgen dafür, dass unser Sozialstaat immer mehr ins Wanken gerät. Wir dürfen nicht vergessen: Ein starker Sozialstaat ist Politik für Arbeitnehmer. Denn als Sozialstaat geben wir uns das Versprechen, dass diejenigen, die Jahre oder Jahrzehnte hart gearbeitet haben, sich auf soziale Absicherung verlassen können, wenn sie diese brauchen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Einsparungen auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die auf soziale Teilhabe angewiesen sind, während in anderen Bereichen der Wohlstand und die Steuer-, Gesundheits- und Rentenprivilegien ins unermessliche wachsen.“

Zum Tag der Arbeit erinnern wir an die große Steuerlast, die Arbeitnehmer in Deutschland derzeit tragen und fordern: „Es braucht endlich eine faire Steuerreform in Deutschland“, so Brunotte. „Dass Arbeitnehmer täglich ihr Bestes tun und dann damit belohnt werden, dass immer mehr Kürzungen und Teuerungswellen auf sie einprasseln, kann nicht sein. Wir müssen endlich beginnen, dort anzusetzen, wo seit Jahren blinde Flecken existieren: Der Vermögensverteilung. Wir dürfen nicht vergessen: All die sozialen Absicherungen wurden hart erkämpft und stehen leider im Jahr 2026 wieder auf einem Verhandlungstableau. Das dürfen wir nicht zulassen!“ Ein funktionierender Sozialstaat sei die Basis für eine stabile Demokratie. Und die brauche Deutschland aktuell dringender denn je.