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Unsere Leitlinien...

Marie Juchacz (1879-1956)
Sozialreformerin
Frauenrechtlerin
Gründerin der AWO
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AWO Positionierung zur neuen Grundsicherung der Bundesregierung: Kinder dürfen nicht die Leidtragenden sein, wenn zu Hause weniger Geld ankommt

Laut Bundesregierung sollen Sozialleistungen durch die „neue Grundsicherung“ zielgerichteter fließen und Empfänger stärker sanktioniert werden, wenn sie für das Jobcenter beispielsweise nicht erreichbar sind. Die Bundesregierung plant mit der neuen Regelung zudem viele Bestandteile des vormaligen Bürgergeldes zu kürzen. Darunter: Die Kostenübernahmen für Unterkunft und Heizung.

Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands AWO Bezirksverband Hannover e.V. übt scharfe Kritik an der Ausrichtung der neuen Grundsicherung: „Wir dürfen die Kinder aus Familien im Leistungsbezug nicht aus dem Blick verlieren. Sie sind die Leidtragenden, wenn zu Hause durch Kürzungen weniger Geld ankommt. Die Bundesregierung muss bedenken: Wird der Regelbedarf gänzlich gestrichen, fehlt Geld für Essen, Miete, Kleidung und Bildung. Auch die Sanktionen und die anvisierte Deckelung in Bezug auf die Übernahme der Miete halten wir als AWO für nicht realisierbar. Wie sollen Familien zusätzliche Kosten aus dem Regelsatz finanzieren, wenn ihre Wohnung teurer ist, als die Deckelung vorsieht? Ein erzwungener Umzug kann nicht die pauschale Antwort sein. Denn wie sollen insbesondere Familien auf dem Wohnungsmarkt adäquaten Ersatz finden? Auch hier sind Kinder die Leidtragenden, wenn sie aufgrund eines Umzuges aus ihrem sozialen Gefüge gerissen werden und die Familien für eine verfehlte Wohnungspolitik büßen müssen.“

„Wir erinnern hiermit erneut an den Bedarf einer gerechten Kindergrundsicherung, um Kinderarmut in Deutschland endlich strukturell zu bekämpfen“, fordert Marco Brunotte.