Altenau. Startschuss für das Klimaanpassungskonzept der AWO im Harz! Die ersten Begehungen und Analysen in der Mutter-Kind-Kurklinik des AWO Bezirksverbands Hannover e.V. in Altenau haben begonnen. Diese dienen einer genauen Bestandsaufnahme der Gebäude, Außenanlagen und der Bedürfnisse der Gäste und Mitarbeitenden. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für ein umfassendes Klimaanpassungskonzept, das aktuell entwickelt wird. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht! Die in den kommenden Wochen und Monaten folgenden Analysen sind der erste Schritt mit dem wir uns auf den Weg machen, die AltenauKlinik grundlegend an die Herausforderungen des Klimawandels im Harz anzupassen. Damit machen wir sie nachhaltiger und zukunftssicher“, betont Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands des AWO Bezirksverbands Hannover e.V.
Im Juli 2025 hatte der AWO Bezirksverbandes Hannover e. V. die Förderzusage für die Mutter-Kind-Kurklinik aus dem Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) erhalten. Die AWO schrieb die Teile des Projektes aus, die nicht von eigenen Mitarbeitenden durchgeführt werden können, und vergab den Auftrag der Konzeptentwicklung an ein Konsortium aus den Unternehmen GEO-NET Umweltconsulting, mesh landschaftsarchitekten, Delta Energie und 4K Kommunikation für Klimaschutz.
„Mit dem Klimaanpassungskonzept für unsere AWO AltenauKlinik im Harz schaffen wir in einer besonders vom Klimawandel betroffenen Region ein Modellvorhaben, das Nachhaltigkeit und Klimaschutz langfristig in die DNA der Einrichtung aufnimmt. Damit passen wir uns an die Herausforderungen an, vor die der Klimawandel viele soziale Einrichtungen stellt, und begreifen diese als Chance“, so Marco Brunotte.
Analyse, Maßnahmen, Prüfung: Im Dreiklang zum Klimaanpassungskonzept
Das Klimaanpassungsvorhaben der AWO in Altenau wird im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Verbandes und den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entwickelt. Die AWO legt dabei Wert auf einen nachhaltigen 360-Grad-Ansatz, der die Bedürfnisse der Klinik, der Gäste, der Mitarbeitenden, aber auch der Menschen im Harz und der Natur berücksichtigt. Das Klimaanpassungskonzept gliedert sich in drei Bausteine. Aktuell erfolgt eine umfassende Bestandsaufnahme, um Risiken und Bedürfnisse zu ermitteln. Hierzu zählen beispielsweise Temperaturmessungen zu verschiedenen Tageszeiten, Bodengutachten und differenzierte Interviews mit dem Team der Klinik, den Müttern und die Einbeziehung der Perspektive der Kinder.
In einem zweiten Schritt folgt die Entwicklung des Klimaanpassungsplans mit konkreten Maßnahmen zum Schutz des Gebäudes, des Außengeländes und der Menschen vor Extremwetterlagen. Dies beinhaltet vor allem sogenannte grüne, also naturbasierte Maßnahmen, die vor Hitze im Sommer oder Starkregen schützen. Auch Sturmrisiken sowie eine klimaresistente und möglichst biodiverse Bepflanzung werden hier mitgedacht.
Flankiert werden diese Maßnahmen durch begleitende Bildungs- und Beratungsangebote für die Mitarbeitenden und die Kurgäste. Abschließend folgt eine kritische Nachhaltigkeitsbewertung, die alle entwickelten Vorschläge dahingehend prüft, inwiefern sie einen tatsächlichen Mehrwert zur Resilienz von Gebäude und Natur und zur Stärkung der Biodiversität leisten. So entsteht ein abschließendes individuelles Maßnahmenpaket, das Synergien schafft und naturbasierte Maßnahmen priorisiert.
Das Projekt im Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)“ läuft von Oktober 2025 bis September 2026. Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
