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Marie Juchacz (1879-1956)
Sozialreformerin
Frauenrechtlerin
Gründerin der AWO
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AWO fordert Prämie für Praktika in der Pflege

Hannover. Der Fachkräftemangel in der Pflege ist in Niedersachsen ein großes und vor allem immer größer werdendes Problem. Laut Statistischem Bundesamt werden in Deutschland bis 2049 schätzungsweise 280.000 bis 690.000 Pflegefachkräfte fehlen.

 

„Wir müssen den Pflegeberuf attraktiv halten. Dafür benötigen wir Anreize, damit mehr Menschen Ausbildungen in sozialen Berufsfehlern erlernen wollen“, sagt Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands des AWO Bezirksverband Hannover e.V. „Das Land Schleswig-Holstein hat eine großartige Idee in die Tat umgesetzt, die wir in Niedersachsen ebenfalls adaptieren sollten.“
 

Konkret fördert das Land Schleswig-Holstein Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit der Handwerkskammer ein freiwilliges fünftägiges Praktikum im Handwerk in den Schulferien mit einer Prämie in Höhe von 120 Euro. So können junge Menschen das Berufsfeld kennenlernen und für eine Ausbildung begeistert werden. Mehrere hundert Praktikumsverhältnisse kommen so jährlich zustande.
 

„Was in Schleswig-Holstein funktioniert, sollte in Niedersachsen machbar sein. Wir schlagen ebenfalls eine Förderung von Praktika in Niedersachsen vor, allerdings für ein Praktikum in der Pflege“, appelliert Marco Brunotte an das Land Niedersachsen. „Im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) könnte das Angebot koordiniert und über die Stiftung „Zukunft der Pflege“ finanziert werden. Wenn wir erreichen können, dass mehr Praktika in sozialen Berufsfeldern absolviert werden, erhöhen wir die Chance, dass sich mehr Menschen im Nachhinein für Tätigkeiten in diesem Bereich entscheiden, analog der damaligen Zivildienstleistenden.“
 

Bei der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) handelt es sich um ein Bündnis, welche die pflegerische Versorgung in Niedersachsen verbessern soll. Hierzu zählt unter anderem die Optimierung von Arbeitsbedingungen, um mehr Fachkräfte zu gewinnen. Teil des Bündnisses sind das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Pflegekassen, Wohlfahrtsverbände, Private Anbieterverbände sowie Kommunale Spitzenverbände.